Zu unserer Verwunderung wurde die Wiese einige Tage später vollständig gerodet!
Nicht einmal der Waldrand wurde erhalten. Insgesamt ca. 13 Bäume wurden gefällt, die Wurzelstöcke wurden ausgegraben, wir konnten noch Beweisfotos machen.
Wer hat das genehmigt?
1. Der Obst- und Gartenbauverein in Mammolshain hat den Antrag beim Amt für Ländlichen Raum gestellt.
2. Die untere Naturschutzbehörde hat diesen bewilligt.
3. Der Landschaftspflegeverband hat jemanden beauftragt diese Rodung durchzuführen. Die Maßnahme hat 6.452,84 Euro gekostet.
Dies stand offensichtlich schon VOR dem Termin im Rathaus in Königstein fest! Der OGV Mammolshain hat Pflanzung von jungen Bäumen offensichtlich in Aussicht gestellt.
Naturschutzrechtlich kann ein gewachsener Lebensraum nie durch Pflanzung junger Obstbäumchen ersetzt (kompensiert) werden. Es gilt das Bundesnaturschutzgesetz, die Eingriffsregelung und das Umweltschadensgesetz.
Die Umweltverbände haben Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium in Darmstadt und Ordungswidrigkeitenanzeige gegen den Verursacher erhoben.
Bei einem Ortstermin mit den Behörden wurden die Fakten rekonstruiert.
Wir warten auf das Protokoll und werden das weitere Vorgehen abstimmen.
09.10.10 Umweltschutzpreis der ALK an BUND-Aktive vergeben
Link zum Artikel in der FNP hier...
Da der Link nicht ewig ist, hier der Text:
ALK würdigt Guder und Weiand
Gabriela Terhorst, Dr. Claudia Weiand, Manfred Guder, Heike Rehberger, Robert Rohr und Karin Guder (von links) bei der Verleihung des ALK-Umweltpreises. Foto: ton
Königstein. Ein Umweltschützer der allerersten Stunde, Manfred Guder, und eine Vertreterin der aktuellen Generation, Dr. Claudia Weiand, teilen sich den mit 1000 Euro dotierten Umweltpreis der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK), der am Samstag auf dem Bangert vergeben wurde.
Mit dem Preis honoriert die Aktionsgemeinschaft den Einsatz für Mutter Natur (wir berichteten), der bei Manfred Guder 1975 mit einer kleinen Anzeige begann.
In der Anzeige suchte er Mitstreiter, die eine Bebauung des Bangerts verhindern wollten, die zu jener Zeit geplant war. «Anfang der 1970er-Jahre war Königstein eine Kleinstadt, die gerne mehr sein wollte und ein Baugebiet nach dem anderen auswies. Und so sollte auch auf dem Bangert Wohnbebauung entstehen», erläuterte ALK-Vorsitzender Robert Rohr die damalige Situation.
Nur zaghaft habe sich zunächst Widerstand geregt und dieser musste auch noch von einem Kelkheimer angestoßen werden. «Zu dem Treffen für das damals in der Anzeige eingeladen wurde, kamen nur vier Leute. Aber schon wenige Wochen später war daraus eine große Bewegung geworden, die nach insgesamt 15 Jahren der Diskussionen und Gerichtsstreitigkeiten schließlich zum Erfolg führte», beschrieb Guder die Situation. Aus dieser Bewegung heraus sei 1981 letztlich auch die ALK entstanden.
Wie ein Komet aus dem nichts sei plötzlich Dr. Claudia Weiand aufgetaucht, die «fast hyperaktiv» ein ungeheures Maß an Aktivitäten eingebracht habe, stellte Rohr die zweite Preisträgerin vor. Als Königsteiner BUND-Vorsitzende habe sie sich über viele Jahre in aufopferungsvoller, leidenschaftlicher und kenntnisreicher Arbeit für Umwelt und Natur eingesetzt.
Der Preis solle aber auch ausdrücklich ihren politisch argwöhnisch beäugten Einsatz gegen Fluglärm und Flughafenausbau würdigen sowie ihr Engagement gegen den Bau der B 8-West-Umgehung. Ihr enormes Engagement habe sie als Preisträgerin empfohlen.
Im Team erfolgreich
«Die größte Belohnung für mich sind die Ergebnisse, die wir erzielen konnten. Und ohne die kreative Truppe, mit der ich zusammen arbeiten durfte, wäre die Arbeit nicht möglich gewesen», gab Weiand die Komplimente gleich an Gabriela Terhorst und ihre Mitstreiter weiter.
Mit dem Preisgeld will die BUND-Chefin eine Bepflanzung an dem von ihr nicht geschätzten Pater-Werenfried-Parkplatz ermöglichen. Auch Manfred Guder will die Summe für einen guten Zweck spenden.
Artikel vom 11. Oktober 2010, 03.24 Uhr (letzte Änderung 11. Oktober 2010, 05.03 Uhr)
24.4.2010: Demo in Biblis - Bildbericht
Gemeinsam mit fast 20.000 weiteren Menschen aus anderen Orten fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein von Königstein nach Biblis.
Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel beteiligten wir uns an der einstündigen Wanderung über die Felder zum Schrottreaktor. Wir nahmen an der Kundgebung teil und beteiligten uns an der Umzingelung des AKWs. Anschließend fand nach Sirenengeheul das "Die-In" statt.
Es war ein schönes Erlebnis im Kreise von vielen Familien.















