BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Februar, März, August 2011: Rodung einer verbuschten Streuobstwiese

Eine sehr alte Diskussion (siehe link auf unsere alten Webseite: Link) flammt wieder auf!

In Mammolshain gab es eine Streuobstwiese, die viele Jahre nicht gepflegt wurde. Sie war verbuscht, die Brombeere wucherte.

Um unkontrollierte Säuberungsaktionen in der Landschaft zu vermeiden, die mehr beschädigen, als nutzen, hatte die Stadt Königstein im Februar 2011 zum "Runden Tisch Streuobst" eingeladen.

Anmerkung: Nach HAGBNatschG §5Satz 2 und Absatz 3 ist ein solcher Runder Tisch in der Tat ein geeignetes Instrument, das der Gesetzgeber vorsieht um Zitat " den Ausgleich der Interessen der Betroffenen Rechnung zu tragen". Auch die in Hessen anerkannten Naturschutzvereinigungen sind mit einzubinden. Dies hat das Rathaus in Königstein in vorbildlicher Weise erfüllt.

Anwesend waren die Jagdpächter, das Amt für Ländlichen Raum, der Landschaftspflegeverband, die untere Naturschutzbehörde, hessenforst, die Stadt Königstein (Umweltamt), Herr Bürgermeister Helm, die Umweltverbände BUND und SDW. In dieser Runde stellte sich heraus, dass die Wildschwein-Problematik in Mammolshain geringer ist, als behauptet, da in den vergangenen Jahren kaum ein Wildschwein geschossen worden ist in der Gemarkung.

Trotzdem beharren einige Landwirte auf ihrer Einschätzung, dass jeglicher Unterwuchs in Mammolshain beseitigt werden müsse, "damit die Wildschweine sich nicht dort verstecken."

Bei der Sitzung wurde über viele Maßnahmen diskutiert und ein Konsens erzielt.

Eine der brisantesten Flächen, in der Nähe des Wiesenhofs wurde explizit (auch von der Unteren Naturschutzbehörde) als eine Fläche angesehen, auf der zunächst eine Erhebung stattfinden sollte. Es sollte vor der Entbuschung und Brombeerentfernung untersucht werden,  welche Vögel und sonstige Tiere dort brüten. Es sollte bei der Entfernung von Brombeerhecken behutsam vorgegangen werden, Bäume mit Nisthöhlen und der Waldrand sollten unangetastet bleiben. Dies ist auch so dem Protokoll des "Runden Tisch Streuobst" zu entnehmen

 

 

Blick auf die verbuschte Streuobstwiese
Brombeerbewuchs unter vitalen Bäumen
Biotopbaum mit Nisthöhlen
Es war einmal....
Baumstümpfe kurz nach der Rodung
Biotop-Wüste Mammolshain

Zu unserer Verwunderung wurde die Wiese einige Tage später vollständig gerodet!

Nicht einmal der Waldrand wurde erhalten. Insgesamt ca. 13 Bäume wurden gefällt, die Wurzelstöcke wurden ausgegraben, wir konnten noch Beweisfotos machen.

Wer hat das genehmigt?

1. Der Obst- und Gartenbauverein in Mammolshain hat den Antrag beim Amt für Ländlichen Raum gestellt.

2. Die untere Naturschutzbehörde hat diesen bewilligt.

3. Der Landschaftspflegeverband hat jemanden beauftragt diese Rodung durchzuführen. Die Maßnahme hat 6.452,84 Euro gekostet.

Dies stand offensichtlich schon VOR dem Termin im Rathaus in Königstein fest! Der OGV Mammolshain hat Pflanzung von jungen Bäumen offensichtlich in Aussicht gestellt.

Naturschutzrechtlich kann ein gewachsener Lebensraum nie durch Pflanzung junger Obstbäumchen ersetzt (kompensiert) werden. Es gilt das Bundesnaturschutzgesetz, die Eingriffsregelung und das Umweltschadensgesetz.

Die Umweltverbände haben Fachaufsichtsbeschwerde beim Regierungspräsidium in Darmstadt und Ordungswidrigkeitenanzeige gegen den Verursacher erhoben.

Bei einem Ortstermin mit den Behörden wurden die Fakten rekonstruiert.

Wir warten auf das Protokoll und werden das weitere Vorgehen abstimmen.

 

Das Video zur Preisverleihung

Film von Bernd Zierlein - Danke Bernd!

09.10.10 Umweltschutzpreis der ALK an BUND-Aktive vergeben

Link zum Artikel in der FNP hier...

Da der Link nicht ewig ist, hier der Text:

 

ALK würdigt Guder und Weiand

Gabriela Terhorst, Dr. Claudia Weiand, Manfred Guder, Heike Rehberger, Robert Rohr und Karin Guder (von links) bei der Verleihung des ALK-Umweltpreises. Foto: ton

Königstein. Ein Umweltschützer der allerersten Stunde, Manfred Guder, und eine Vertreterin der aktuellen Generation, Dr. Claudia Weiand, teilen sich den mit 1000 Euro dotierten Umweltpreis der Aktionsgemeinschaft Lebenswertes Königstein (ALK), der am Samstag auf dem Bangert vergeben wurde.

Mit dem Preis honoriert die Aktionsgemeinschaft den Einsatz für Mutter Natur (wir berichteten), der bei Manfred Guder 1975 mit einer kleinen Anzeige begann.

In der Anzeige suchte er Mitstreiter, die eine Bebauung des Bangerts verhindern wollten, die zu jener Zeit geplant war. «Anfang der 1970er-Jahre war Königstein eine Kleinstadt, die gerne mehr sein wollte und ein Baugebiet nach dem anderen auswies. Und so sollte auch auf dem Bangert Wohnbebauung entstehen», erläuterte ALK-Vorsitzender Robert Rohr die damalige Situation.

Nur zaghaft habe sich zunächst Widerstand geregt und dieser musste auch noch von einem Kelkheimer angestoßen werden. «Zu dem Treffen für das damals in der Anzeige eingeladen wurde, kamen nur vier Leute. Aber schon wenige Wochen später war daraus eine große Bewegung geworden, die nach insgesamt 15 Jahren der Diskussionen und Gerichtsstreitigkeiten schließlich zum Erfolg führte», beschrieb Guder die Situation. Aus dieser Bewegung heraus sei 1981 letztlich auch die ALK entstanden.

Wie ein Komet aus dem nichts sei plötzlich Dr. Claudia Weiand aufgetaucht, die «fast hyperaktiv» ein ungeheures Maß an Aktivitäten eingebracht habe, stellte Rohr die zweite Preisträgerin vor. Als Königsteiner BUND-Vorsitzende habe sie sich über viele Jahre in aufopferungsvoller, leidenschaftlicher und kenntnisreicher Arbeit für Umwelt und Natur eingesetzt.

Der Preis solle aber auch ausdrücklich ihren politisch argwöhnisch beäugten Einsatz gegen Fluglärm und Flughafenausbau würdigen sowie ihr Engagement gegen den Bau der B 8-West-Umgehung. Ihr enormes Engagement habe sie als Preisträgerin empfohlen.

 

Im Team erfolgreich

 

«Die größte Belohnung für mich sind die Ergebnisse, die wir erzielen konnten. Und ohne die kreative Truppe, mit der ich zusammen arbeiten durfte, wäre die Arbeit nicht möglich gewesen», gab Weiand die Komplimente gleich an Gabriela Terhorst und ihre Mitstreiter weiter.

Mit dem Preisgeld will die BUND-Chefin eine Bepflanzung an dem von ihr nicht geschätzten Pater-Werenfried-Parkplatz ermöglichen. Auch Manfred Guder will die Summe für einen guten Zweck spenden.

 

 

 

24.4.2010: Demo in Biblis - Bildbericht

Gemeinsam mit fast 20.000 weiteren Menschen aus anderen Orten fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein von Königstein nach Biblis.

Bei strahlendem Sonnenschein und stahlblauem Himmel beteiligten wir uns an der einstündigen Wanderung über die Felder zum Schrottreaktor. Wir nahmen an der Kundgebung teil und beteiligten uns an der Umzingelung des AKWs. Anschließend fand nach Sirenengeheul das "Die-In" statt.

Es war ein schönes Erlebnis im Kreise von vielen Familien.

Klimaschutz jetzt! Der Film für Kopenhagen

Sonstiges

31.10.08 Bürgermeisterwahl in Glashütten - Befragung der Kandidaten

Schon vor vielen Wochen hatten wir den beiden Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinde Glashütten einen kurzen Fragebogen zugesendet, mit der Bitte ihn kurz zu beantworten, damit wir die Antworten unseren Besuchern präsentieren können.

Nach dem Vorbild der letzten Bürgermeisterwahl in Königstein im Taunus, bei der im Vorfeld alle Kandidaten und Kandidatinnen in vorbildlicher Weise den Dialog mit allen städtischen Gruppierungen gesucht hatten, wollten wir zur Entscheidungsfindung der Wähler beitragen.

Hier geht es zu der alten Befragung in Königstein.

Leider hat in Glashütten nur der parteilose Andreas Hillnhütter sehr schnell unsere Fragen beantwortet und Bereitschaft zum Dialog signalisiert. Der Kandidate der CDU Thomas Fischer, hat bis heute nicht geantwortet (Stand 31.10.08- 9:40)

Fragebogen für die Bürgermeisterkandidaten in Glashütten im Taunus

Frage 1:

Welches sind aus Ihrer Sicht die Stärken des Standorts Glashütten im Taunus? (3 Nennungen, falls möglich)

 

 

A. Hillnhütter:

Ruhige Lage, umgeben von Natur, mittlerweile gute Einkaufsmöglichkeiten in Glashütten selbst.

 

 

Frage 2:
Welche der o.g. Stärken möchten Sie in Ihrer Amtszeit fördern und wie?

A. Hillnhütter:

Ruhige Lage erhalten, nur noch ein begrenzter Ausbau der drei Ortsteile.

 

Frage 3:
Welche dringenden Probleme werden für Sie Priorität haben? (Aufzählung in Prioritäts-Reihenfolge)

A. Hillnhütter:

Straßensanierung

Einkaufsmöglichkeiten v.a. in Schloßborn und Oberems verbessern

 

 

 

Frage 4:

Werden Sie das „Nein“ Ihrer Vorgängerin zur B8-Westumgehung Königstein-Kelkheim weiterhin tragen?

 

A. Hillnhütter:

Nein, ich bin für den Bau der Westumgehung.

 

 

 

Frage 5:
Welches Gesamtkonzept schwebt Ihnen vor, um die Verkehrsprobleme Glashüttens zu lösen?

A. Hillnhütter:

In Glashütten selbst gibt es keine Verkehrsprobleme, das Problem liegt in Königstein (Umgehung des Kreisels).

 

 

 

Frage 6:
Welche Wege werden Sie gehen, um die Bevölkerung Glashüttens über anstehende wichtige Entscheidungen transparent zu informieren?

A. Hillnhütter:

Medien, Amtsblatt, die hiesigen Zeitungen, im Aushang, Informationsabende. Diskussion mit der Bevölkerung.

 

 

 

Bis 31. August fand ein Fotowettbewerb für jung und alt statt.

Kleine und große Hobbyfotografen sollten ihre Objektive auf die biologische Vielfalt des Rhein-Main Gebiets richten und zeigen, wie bunt und spannend diese ist!

Es winken attraktive Preise

Weitere Informationen hier

oder unter www.biofrankfurt.de

Quelle: http://www.bund-koenigstein-glashuetten.de/aktuell/berichte/sonstiges/