28. Mai 2009 Bürger für die Baumschutzsatzung der Stadt Königstein

147 cm; 95 cm; 76 cm Umfänge von Baumscheiben. Auch ein Baum von fast 80 cm-Umfang kann ein stadtbildprägender Baum sein.

Pressemitteilung 29.05.2009

BUND begrüßt neue Baumschutzsatzung für die Stadt Königstein:

Entwurf bleibt jedoch weit hinter dem Standard anderer Städte zurück

Der BUND Königstein Glashütten hat gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft
Deutscher Wald (SDW) am heutigen Tage die Stellungnahme zur neuen
Baumschutzsatzung  im Zuge der Beteiligung der Träger Öffentlicher Belange
vorgelegt.
Darin begrüßen die Umweltverbände die Wiedereinführung einer
Baumschutzsatzung, fordern aber deutliche Nachbesserung in Kernpunkten der
Satzung.
Im Vergleich zu den Baumschutzsatzungen der Städte Kronberg, Bad Homburg,
Rüsselsheim und Wiesbaden möchte die Kurstadt Königstein ihre Bestände
offensichtlich nicht wirklich wirksam schützen.
Deswegen fordern BUND und SDW den Stammumfang der zu schützenden Bäume auf
80 cm herabzusetzen. Ein Baum mit einem Umfang zwischen 80 und 100 cm kann
schon stadtbildprägend sein. Auf jeden Fall erfüllt er eine für die Kurstadt
und für kommende Generationen zentrale Rolle als innerstädtischer Lebensraum
für Vögel und Kleinsäuger sowie für den Klimaschutz. Der in der Satzung
vorgesehene Umfang von 140 cm erfüllt den Schutz wichtiger Baumbestände im
Stadtgebiet nicht.
Auf vollkommenes Unverständnis bei den Umweltverbänden stößt das Vorhaben
der Stadt die städtischen Grünflächen von der Baumschutzsatzung auszunehmen.

Zusätzlich regen die Verbände an, nicht nur das unkontrollierte Abholzen zu
regeln, sondern pflegerische Maßnahmen und Neuanpflanzungen als Ziel in die
Satzung aufzunehmen.

Der BUND ruft alle Bürger, die in Zukunft Kahlschläge wie am Ölmühlweg oder
unkontrollierte überraschende Fällungen nicht mehr hinnehmen möchten auf,
sich bis zum 5. Juni im Rathaus die Unterlagen und die dort ausgestellten
Stämme anzuschauen. Das kurze Anregungsformular, das der BUND kostenlos auf
seiner Webseite zur Verfügung stellt, kann ausgefüllt werden und bei der
Umweltberatung abgegeben werden. Der Satzungsentwurf kann auch auf der
Homepage der Stadt Königstein eingesehen werden.
Außerdem ist die ausführliche Stellungnahme der Umweltverbände unter
www.bund-koenigstein-glashuetten.de einzusehen.

Fragen beantworten:

Für die SDW: Christoph von Eisenhart Rothe  Mobil:  0175-207 45 40
Für den BUND: Dr. Claudia Weiand  Mobil: 0172-6871529

 

29.05.2009: Ehrenamtsaktionen mit Rücksicht auf Naturschutz planen!

Aktion 72 Stunden grundsätzlich zu begrüßen:

Naturschutzvorschriften sind jedoch weit im Vorfeld der Planung zu berücksichtigen!

Der BUND Königstein Glashütten hat in einem Schreiben das Bistum Limburg um Aufklärung des Sachverhalts betreffend die 72 Stunden-Aktion auf der Burg Falkenstein gebeten.

In einer freundlichen Antwort wurde vom Bistum klar gestellt, dass die einzelnen Gruppierungen zur Einhaltung der einschlägigen Naturschutzvorschriften angehalten wurden, da das pädagogische Ziel der Aktion auch das Arbeiten im Einklang mit der Natur ist.

Für den BUND ist somit die Verantwortlichkeit für jegliche naturschutzrechtlichen Verstöße dem Initiator der Aktion Herrn Majer-Leonhard zuzuschreiben: Am Tag des Beginns der Aktion lag keinerlei  Genehmigung oder Befreiung durch die Obere und Untere Naturschutzbehörde vor. Die Aktion wurde im Vorfeld nie genehmigt, da sie nicht genehmigungsfähig ist. In der Brut- und Setzzeit sind Störungen an den sensiblen bewachsenen Burggemäuern zu unterlassen.

Erst als die Aktion im Gange war und die Behörden, um Schlimmeres zu verhindern Auflagen ausgesprochen hatten, haben sie sich entschlossen, auch im Hinblick auf die Motivation der Jugendlichen, im Nachhinein eine mündliche Befreiung zu erteilen.

Der BUND hofft, dass hiermit nicht ein Präzedenzfall geschaffen wurde und hat vollstes Verständnis für die Einlassungen der SPD Königstein in den vergangenen Tagen.

Es bleibt zu hoffen, dass  in Zukunft die sinnvolle Aktion "72 Stunden" vor Ort sorgfältiger geplant wird.

Der BUND steht gerne den Initiatoren mit Rat und Tat  zur Seite, wenn es darum geht naturschutzrechtliche Fragen weit im Vorfeld abzuklären. Der BUND begrüßt das ehrenamtliche Engagement Jugendlicher im ehrenamtlichen Naturschutz und hofft, dass der Medienrummel um die Aufräumaktion in der Burg Falkenstein nicht demotivierend wirkt, sondern zum Nachdenken über die komplexen Zusammenhänge anregt.



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Ortsverband Königstein-Glashütten

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Hinweise zu den Schwerpunkten unserer Arbeit in Königstein im Taunus und Glashütten im Taunus.

Alle Veranstaltungen sind für Interessenten offen. Auch bei der Kindergruppe können interessierte Kinder nach Voranmeldung mitmachen!

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