Botanikwanderungen...

... gibt es zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten. Naturkunde pur mit der Gefahr, gar nicht alles behalten zu können, was man gesehen hat. Hier finden Sie deshalb die Berichte und die Listen der Pflanzen.

2. Mai 2014 Protokoll der Botanikwanderung am Opel-Zoo

  • Etwa 25 Besucher, regnerisch
  • Ende gegen 20 Uhr
  • Hangwiese: Wiese südlich Opel-Zoo bis 1860 etwa Ackerbau.
  • Talwiesen sind seit jeher, seit über 1000 Jahren so, wie sie sind, da sie zu feucht sind.
  • Artenreichtum auf 5x5 m²: 10-20 Arten: artenarm, 30-40 gut, 50-60 Spitzenwerte
  • Hier traditionell 1. Mahd am/um Johanni (20.-24. Juni)
  • Blütenfarben wechseln sich über das Jahr ab: gelb → weiß → rot → blau
  • Orchideen: müssen über mehrere Jahre beobachtet werden, da bei ungünstiger Witterung die Blüte ausfallen kann. Hier: Männliches Knabenkraut (orchis mascula, bei Wiesenbedarfsparkplatz) und breitblättriges Knabenkraut (orchis dactylorhiza majalis, oben am Hang Richtung Kaltenborn)
  • Auf der Wiese Richtung Kaltenborn: geschätzte rund 200 Arten, montane Goldhaferwiese, sehr hochwertiger Biotoptyp.
  • Name kommt von der Gemeinde Helbigshain, die schon vor dem 30jährigen Krieg untergegangen ist.
  1. Hainsims, Hasenbrot, kleine Hainsimse, lucula capestre: guter Zeiger für magere Böden
  2. Kriechender Hahnenfuß, Blutrasenart, verdichteter Boden
  3. Spitzwegerich
  4. Scharfer Hahnenfuß
  5. Löwenzahn, wenige, da wo er oft vorkommt: Zeiger für gedüngten Boden
  6. Ehrenpreis, Gamanderehrenpreis, Männertreu
  7. Mädesüß: feuchter Boden
  8. Löwenzahn, viel
  9. Breitwegerich
  10. Wiesenfuchsschwanz (Düngezeiger)
  11. Stumpfblättriger Ampfer
  12. Waldstorchschnabel
  13. Bergstorchschnabel, tiefstes Vorkommen im Taunus (direkt neben Wiesenbedarfsparkplatz), sonst nur auf Bergwiesen
  14. Echtes Labkraut (Blattquirle)
  15. Großer Wiesenknopf →überlebenswichtig für den Wiesenbläuling (bedroht). Er legt hier seine Eier ab, die Larven werden von Ameisen verschleppt und gefüttert.
  16. Kleiner Wiesenknopf, Pimpernelle (grüne Soße)
  17. Wiesenschaumkraut →wichtig für den Aurorafalter, Schaumzikade
  18. Schwarze Teufelskralle
  19. Frauenmantel
  20. Großer Sauerampfer
  21. Kleiner Sauerampfer
  22. Kriechender Günsel „Bauernorchidee"
  23. Bergplatterbse
  24. Wiesenklee
  25. Herbstzeitlose (massenhaft)
  26. Wiesenkerbel, wenige, Düngezeiger
  27. Hundsveilchen, Magerkeitszeiger
  28. Wiesenflockenblume (rötlich)
  29. Jakobskreuzkraut, sehr giftig, krebserregend, Ackerunkraut, sehr vereinzelt
  30. Wiesensilge, späte Blüte, erst im August, Doldenblütler, mager, wechselfeucht
  31. Scharfer Hahnenfuß – runder Blütenstängel
  32. Kriechender Hahnenfuß – geriefter Blütenstängel
  33. Knolliger Hahnenfuß – Kelchblätter nach unten geklappt – „Knolle", schwach giftig, als Heu aber ok, Magerkeitszeiger
  34. Wiesenscharfgarbe
  35. Ruchgras, frühes Gras, Untergras, durftet wegen Cumarin →Heugeruch
  36. Wolliges Honiggras
  37. Buschweidenröschen, Magerkeitszeiger, Zeiger für Artenreichtum, denn es kommt sonst nur im Wald vor
  38. Kammgras, Magerkeitszeiger
  39. Dolden-Habichtskraut, Magerkeitszeiger, blüht spät
  40. Wiesenpiepau
  41. Männliches Knabenkraut (orchis mascula)

2. Mai 2014 Exkursion zu den Orchideen am Opel-Zoo

Das Knabenkraut.

Es sind eben nicht nur einfache Wiesen, die vom Opel-Zoo als Parkplatz missbraucht werden, sondern durchaus schützenswerte Wiesen, ist hier doch die seltene und streng geschützte Orchidee „Knabenkraut“ zu finden; und das genau dort, wo noch vor ein paar Wochen verbotener Weise Autos parkten. Aber das ist nicht der einzige Aspekt, der die Wiesen so besonders macht. Da das „Knabenkraut“ momentan und nur noch kurz blüht, hat der BUND Königstein-Glashütten deshalb kurzfristig eine Frühjahrsblütenwanderung zu den Helbigshainer Wiesen organisiert. Der BUND freut sich sehr, den für diese Wiesen ausgewiesenen Experten Herrn Dr. Stefan Nawrath für diese Exkursion gewonnen zu haben. Treffpunkt ist am kommenden Freitag, 2. Mai 2014, um 18 Uhr an der Schranke zu den Wiesen vom Waldparkplatz des Opel-Zoos.

2. Mai 2012

6. Mai 2012 BUND lädt zur traditionellen Botanikwanderung im Frühling ein

Der BUND Königstein-Glashütten lädt zur traditionellen Maiwanderung durch blühende Wiesen ein. In diesem Jahr stehen die Helbigshainer Wiesen und die Wiesen "Am Kaltenborn" im Mittelpunkt des Interesses.

 

Treffpunkt ist am Sonntag, den 6. Mai um 14 Uhr auf dem Parkplatz des Taunusgymnasiums (Falkensteinerstr. 24 in 61462 Königstein) . Es führt der ausgewiesene Experte für das Grünland im Taunus, der Diplom-Biologe  Dr. Stefan Nawrath.

Es wird empfohlen festes Schuhwerk zu tragen. Die Führung steht allen Interessierten offen und ist kostenlos. Über eine Spende freut sich der BUND Ortsverband.

10.4.2011 Botanikwanderung Falkensteiner Burgberg

Pressemitteilung BUND Königstein-Glashütten 4.4.2011
BUND-Wanderung: Frühblüher im Falkensteiner Burghain

Der BUND Königstein-Glashütten lädt zur ersten Frühlingswanderung in diesem
Jahr am Sonntag, den 10. April um 11 Uhr ein. Treffpunkt ist an der
katholischen Kirche Christkönig in Königstein-Falkenstein Am Hain 1.
Margret Kleinert und Gabi Schaar von Römer werden eine Einführung in die
besondere Biologie der Frühblüher geben. Bei der Wanderung werden aller
Voraussicht nach die Frühblüher in voller Pracht zu sehen sein.
Es wird empfohlen festes Schuhwerk zu tragen.
Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist
kostenlos, über eine Spende freut sich der BUND Ortsverband
Königstein-Glashütten.
Terminhinweis: Am 16. April findet um 7 Uhr morgens die
Vogelstimmenwanderung im Reichenbachtal statt. Es führt Elias Barnickel.

10.4.2011 Wanderung zu den Frühblühern am Falkensteiner Burgberg

Einladung zur Wanderung findet sich hier...

Botanikwanderung am Tag der Biodiversität 2010

Am 22. Mai beteiligten wir uns am Tag der Biologischen Vielfalt und luden zu einer Botanikwanderung im FFH-Gebiet des Bangert ein. Die zahlreichen und motivierten Besucher halfen am Ende der Wanderung eine Testfläche behutsam und per Hand von der Herbstzeitlosen zu befreien.

Der Standort, der von BUND-aktiven im vergangenen Frühjahr ebenfalls per Hand von Herbstzeitlose gerupft worden war, war frei von Herbstzeitlose, die Orchideen wuchsen sehr gut. Die Vergleichsfläche auf der der Landwirt gemäht und gemulcht hatte und per Hand nachgerupft hatte, war ebenfalls frei von Herbstzeitlosen. Die Orchideenstandorte waren jedoch unwiederbringlich zerstört!

Dr. Stefan Nawrath erläutert die Pflanzen des FFH-Gebiets des Bangert
Ein heißer Tag am Rande der Wiesen
Dr. Nawrath erläutert die Bedeutung der Pflege und der Nährstoffarmut für die artenreichsten Wiesen
Blick von unten
Die Teufelskralle
Das kleine Knabenkraut - Orchideenstandorte in Gefahr!
Orchideen gedeihen prächtig auf dem Bangert, das Mähmulchen hat jedoch Standorte unwiederbringlich zerstört

Liste der gesehenen Pflanzen:

Grasarten:

Glatthafer
Ruchgras
Wiesenschwingel
Honiggras
Wiesentrespe

Kammgras
Knäuelgras
Rotschwingel ("Untergras" - guter CO2-Speicher)
Rotstraußgras
Wiesenfuchsschwanz

Sonstige Arten:

Schlangenknöterich
Mädesüß
Kriechender Günsel
Spitzwegerich
Scharfer Hahnenfuß (Handförmig geteiltes Blatt, nicht gestielt)

Sauerampfer
Großer Wiesenknopf
Labkraut
Wiesenklee
Kriechender Hahnenfuß

Ehrenpreis
Hornkraut
Einjähriges Rispenkraut
Breitwegerich ("Die Spuren des weißen Mannes")
Wiesenschaumkraut

Mädesüß (dominiert im Feuchtgebiet und wird zum Problem)
Indisches Springkraut (ebenfalls sehr problematisch)
Spitzblütige Binse (braucht fließendes Grundwasser, Höhenanzeiger)
Zweizeilige Segge (Widerhaken in Gegenrichtung)
Rasenschmiele

Wiesenehrenpreis
Knolliger Hahnenfuß
Knöllchen Steinbrech
Wiesenhafer
Zaunwicke (STrategie gegen Fraßfeinde: Nektarien hähängen außen und werden von den Ameisen gefressen. Dadurch frißt das Vieh die Wicken nicht)

Frauenmantel Alchemilla montilla
Blutwurz
Berg-Platterbse
Wiesen-Schafgarbe
Bärenklau (Problem-Art!)

Vielblütiger Hahnenfuß
Buschwindröschen
Hainsimse (Hasenbrot)
Leontodon hispidus (Magerkeitszeiger mit Gabelhaaren)
Schlüsselblume

Echtes Labkraut (mit schmaleren Blättern)
Kleiner Wiesenknopf
Teufelskralle
Fluss- oder Waldveilchen
Johanniskraut

Bleichsegge
Geranium montanum
Campanula rotundifolia
Dreikantige Segge
Sumpfdotterblume

Brennender Hahnenfuß
Drüsiges Springkraut
Goldnessel
Wiesenkerbel
Sumpfkratzdistel

Hainsternmiere
Breitblättriges Knabenkraut
Gundermann
Maiglöckchen
Taubnessel

Herbstzeitlose (Massenvorkommen)

Mit 66 Arten hat sich das FFH-Gebiet des Bangert als würdiger Standort zum Begehen des Tages der Biologischen Vielfalt erwiesen! 

10.Mai 2009 Botanikwanderung am Muttertag

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich zwölf Interessierte am Freibad in Königstein ein, um sich von Dr. Stefan Nawrath durch das Europäische Schutzgebiet des Bangert führen zu lassen. Der Bangert wurde vor einigen Jahren als sog. Flora-Fauna-Habitat-(FFH-)Gebiet von der EU anerkannt. Seit dann gilt für das Gebiet ein "Verschlechterungsverbot" - sein Zustand muss aus ökologischer Sicht gleich bleiben oder sich verbessern.

Start am Freibadparkplatz
Dr. Nawrath erläutert die Pflanzengesellschaften
Aufmerksame Zuhörer auf dem Bangert
Die Vorsitzende Claudia Weiand protokolliert die Pflanzennamen
Sumpfvergissmeinnicht
Sumpfdotterblume
Wollgras
Schlüselblume
Zweiblatt
Knabenkraut
Umstrittene Herbstzeitlosenbekämpfung auf Orchideenstandort - die Orchideen sind zerstört...
...die Herbstzeitlosen überleben...
...die Wiesenökologie wurde durch das frühe Mähen und Mulchen empfindlich gestört.
Hopfen am Waldsaum
Hopfenblätter
Ahornblätter im Vergleich übereinander gelegt - Spitzahorn und Bergahorn
Schachtelhalmvorkommen am neuen Graben
Längs geschnittene Spitzblütige Binse zeigt die Kammerung des Stengels
Ende der Botanikwanderung mit Blick über das FFH-Gebiet des Bangert auf die Burg Königstein

 

 

 

Liste der gesehenen Arten

Großer Wiesenknopf
Mädesüß
Kriechender Günsel
Scharfer Hahnenfuß Ranunculus acris
Schlangenknöterich  Bistorta officinalis (Submontane Lage -Höhenspezifischer Standort!)

Sauerampfer Rumex acetosella
Wiesenklee Trifolium pratense
Spitzwegerich
Männertreu Veronica chmaedrys
Gemeines Hornkraut Cerastium holosteides

Wiesenpippau Creppis biennis
Labkraut

Bleichsegge Carex palescens
Herbstzeitlose Colchicum autumnale (Bestäubung durch Bienen und Fliegen, aber auch Selbstbestäubung)
Wiesenschaumkraut

Frühlingsschlüsselblume Primula veris
Berg-Platterbse Lathyrus linnifolius
Johanniskraut
Frauenmantel Alchemilla monticula
Echtes Labkraut Gallium verum

Knöllchen Steinbrech (ausgesprochener Magerkeitszeiger!)
Blutwurz Potentilla erecta
Brennessel (im Auenbereich)
Wollgras (im sumpfigen Bereich oberer Bangert)
Wiesenkerbel

Himbeere
Wurmfarn Dryopteris dilatata
Schachtelhalm (lebendes Fossil!)
Zweihäusiger Baldrian
Kleiner Wiesenknopf

Zaunwicke
Gänseblümchen
Margerite
Zypressenwolfsmilch
Taube Trespe

Schwertlilie
Spitzblütige Binse (gekammerter Hohlstengel - s. Bild)
Flatterbinse (ohne Kammern!)
Breitblättriges Knabenkraut Dactylorhiza majalis
Brennender Hahnenfuß Ranunculus flammula (Feuchtstandortzeiger)

Sumpfvergißmeinnicht
Sumpfdotterblume
Kreuzblümchen Polygala
Flockenblume
Zweiblatt Listera ovata (s. Bild , grüne unscheinbare Orchidee)

Rundblättrige Glockenblume

Gräser:
Ruchgras (sog. Untergras)
Kammgras
Wolliges Honiggras
Wiesenfuchsschwanz
Weiche Trespe
Wiesenschwingel
Roter Schafschwingel

Waldsaum:
Erlen
Eingriffliger Weißdorn
Spitzahorn
Bergahorn (gute Bienenweide!)
Feldahorn
Esskastanie
Roßkastanie
Esche (Schwarze Knospen!)
Hopfen
 und weitere Baumarten

4. Mai 2009: Einladung zu zwei Botanikwanderungen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Königstein und Glashütten lädt alle
Interessierten zur Botanikwanderung am Sonntag, den 10. Mai ein. Um 14 Uhr führt der Experte Dr. Stefan Nawrath durch das Europäische Schutzgebiet des Bangert. Die Tradition der Wanderung am Muttertag wird damit vom BUND
fortgesetzt. Treffpunkt ist der Parkplatz Forellenweg am Freibad. Das Tragen von festem Schuhwerk und wetter angepasster Kleidung wird empfohlen. Die Wanderung findet auch bei Regen statt.
Eine weitere Botanische Führung findet am Freitag, den 15. Mai in den
Wiesen "Am Kaltenborn" statt. Treffpunkt ist dort um 18:15 Uhr am
Haupteingang zum OPEL-Zoo.

Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Über eine Spende
freut sich der BUND.

25.5.08 Botanikwanderung in Mammolshain

Bei Temperaturen um 25 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit trafen sich fast 30 Interessierte, um sich von Dr. Stefan Nawrath durch die Mammolshainer Gemarkung führen zu lassen. Auch sachkundige Bürgerinnen und Bürger aus Mammolshain waren anwesend, die im Laufe der Wanderung Erläuterungen zu den Esskastanienbeständen im Gebiet gaben.

Aus Anlass der internationalen Biodiversitätskonferenz in Bonn hatte der BUND zu dieser Wanderung eingeladen und besonderes Augenmerk auf die Artenvielfalt in Königstein lenken wollen.

Erste Station war eine Trockenmauer an der das Zymbelkraut wuchs. Angrenzend lag eine leider schon frühzeitig gemähte Wiese. Diese Wiese wird offensichtlich sehr früh gemäht, der Grasschnitt wird liegengelassen, sodass die Nährstoffe wieder zurück in den Boden gelangen. Diese nährstoffreichen oder fetten Wiesen sind artenärmer als nährstoffarme, nicht gedüngte Wiesen.

Idealer und klassischer Mäh-Zeitpunkt ist um Johanni, die Zeit der Sommersonnenwende, die Wiesen sind zu diesem Zeitpunkt "reif".

Die magere Streuobstwiese ist ein Biotoptyp, der vom Aussterben bedroht ist. Vor einigen Jahrzehnten gab es von der EU eine Rodungsprämie für die Rodung alter Obstbäume. Mittlerweile wurde jedoch der Wert der Streuobstwiesen erkannt.

Die Wanderung führte an verschieden bewachsenen Wegrändern vorbei: Efeuarten rankten an Bäumen. Die nicht-rankenden Altersform des Efeus konnte vorgeführt werden. Ähnlich wie die Herbstzeitlose blüht Efeu im Herbst und trägt Früchte im Frühling.

Liste der gesehenen Arten:

Zymbelkraut
Efeu
Lungenkraut
Taumelkälberkropf (Doldenblüter schattiger Waldwegränder)
Taube trespe (Bromus sterilis)

Knäuelgras (Dactylus glomerata)
Armenische Brombeere
Scharfer Hahnenfuß (Ranunculus acris)
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Glatthafer

Lolch
Sauerampfer (Rumex acetosa)
Behaarte Trespe (Bromus mollis)
Spitzwegerich
Brennessel

Wiesenfuchsschwanz
Acker-SChachtelhalm (lebendes Fossil)
Gemeines Rispengras (Poa trivialis)
Wiesenehrenpreis oder Männertreu (Veronica chamaedrys)
Wicke (Pflanze mit extrafloralen Nektarien lockt Ameisen an, dadurch genießt sie Fraßschutz vor Weidetieren)

Henrys Geißblatt (Lonicera henrii)
Gemeine Nelkenwurz (Geum urbanum)
Knoblauchsrauke
Klett-Labkraut
Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris)

 

Begrüßung
Trockenmauer Pflanzengesellschaft
Schon früh gemähte Wiesen
Bestimmung von Pflanzen am Wegesrand

Sensationeller Fund: Rote Liste Art Flügelginster

In  einer Lichtung und in einem angrenzenden lichten Wald fand sich ein großes Vorkommen von

Flügelginster (Ginista sagibilis)

Daneben fanden sich auch

Vielblütige Hainsimse (Luzula multiflora)
Medizinischer Vergißmeinnicht
Grannenloser Schafschwingel (Festuca filiformes)

Alle diese vier Arten sind typisch für den Borstgrasrasen.

Ginsterteppich
Ginsterteppich im Sonnenschein
Detail

Rapunzel-Glockenblume (Campanula rapunculoides)
Wald-Habichtskraut
Waldrispengras (Poa nemoralis)
Salbeigamander
Echte Kamille

Sardischer Hahnenfuß
Weizenfelder
Knolliger Hahnenfuß

Auf den Grumbachwiesen:
Die artenreichen Wiesen waren noch nicht gemäht, das Gras ist noch niedrig. Dies deutet darauf hin, dass diese Wiesen nicht oder kaum gedüngt werden. Sie gehören zu den vom Aussterben bedrohten mageren Wiesen. Hier domienieren die Kräuter. Der Wiesenschnitt ist besonders wertvolles Futter für Pferde. Da die Zeit schon fortgeschritten war und allein die Analyse der Grumbachwiesen noch mindestens eine Stunde benötigt hätte , beschränkte sich Dr. Nawrath auf einige herausstechende Arten:

Silge (blüht erst nach dem ersten Schnitt)
Kammgras (Cynosurus cristatus)
Roter Schafschwingel (Festuca rubra)
Großer Wiesenknopf (vom unter Schutz stehenden Ameisenbläuling bevorzugt)
Kuckuckslichtnelke

Im hinteren Bereich wurde leider erneut wie in den vergangenen Jahren die Riesenherkulesstaude gesichtet. Dieser Neophyt muss dringend bekämpft werden.

Auf einer eingezäunten Pferdeweide erläuterte Stefan Nawrath die Nachteile der ausschließlichen Beweidung durch Pferde für artenreiche Wiesen. Pferde zertrampeln und verdichten die Wiese und hinterlassen an anderen Stellen verfilzte und sehr hochwachsende Stellen. Hier müsste eigentlich nachgemäht werden.

An dieser Stelle war ein sehr aktiver Starenschwarm zu sehen sowie ein ruhig äsendes Reh.

Am Ende der Wanderung wurde noch der Neophyt Japanknöterich gesichtet sowie der Essigbaum und die Pfeilkresse (Cardaria draba).

Echte Kamille
Dahinter das Weizenfeld
Dr. Nawrath aun den Grumbachwiesen
Wanderung mit Aussicht

Im FFH-Gebiet des Bangert in Königstein im Taunus 11.5.2008

Am Muttertag luden wir zur Botanikwanderung unter fachkundiger Führung von Dr. Stefan Nawrath, ausgewiesener Kenner des Grünlandes im Taunus ein.

Es kamen über 20 Interessierte junge und alte Besucher.

Über zwei Stunden führte Stefan Nawrath in sonttäglicher Gluthitze durch die Wiesen des FFH-Gebiets.

Dr. Stefan Nawrath erläutert die Kulturgeschichte magerer Wiesen

Durch die Verbilligung der Düngemittel im vergangenen Jahrhundert sind sog. "magere Wiesen" sehr selten geworden. Überdüngtes Grünland, das nur schnell wachsendes Futter produziert, lässt langsam wachsenden Pflanzen keine Chance zum Überleben.

Glücklicherweise hält sich in Königstein seit Jahrhunderten die vorsichtige und nachhaltige Bewirtschaftung der Wiesen. Die Wiesen werden zweimal im Jahr gemäht und selten gedüngt. So hat eine große Vielzahl von Pflanzen die Möglichkeit zu wachsen und Samen auszubilden.

Die Wiesen sollten idealerweise Ende Juni gemäht werden und dann wieder frühestens Anfang September.

 

Eine häufige Pflanze: Der kriechende Günsel

Das Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Gebiet des Bangert

Seit vergangenem Jahr steht es nun fest: Das FFH-Gebiet des Bangert hat seinen Schutzstatus rechtskräftig erlangt. Die Arten, denen das Gebiet den Schutz verdankt sind der Ameisenbläuling (Maculinea teleios und Maculinea nausithous) sowie seine Futterpflanze der Rote Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis).

Das FFH-Gebiet (nach Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie besonders von der EU geschütztes und gefördertes Gebiet) wurde aufgrund seines ökologischen Gleichgewichts als solches festgelegt:
Hier kommt der Rote Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) häufig vor. An diesem legen die Ameisenbläulinge (sowohl Maculinea teleius als auch Maculinea nausithous) ihre Eier ab. Die Raupe frißt am Wiesenknopf und läßt sich auf den Boden fallen. Eine Ameise trägt die Raupe ins Ameisen-Nest wo diese nicht als Feind, sondern als Gast erkannt wird. Die Raupe wird gefüttert. Sie verpuppt sich und schlüpft Ende Juni, Anfang Juli, um wieder zum roten Wiesenknopf zu fliegen.
Nur wenn alle Faktoren stimmen (Ameisennester vorhanden, Wiesenknopf vorhanden, Temperatur warm genug) kann der Reproduktionszyklus des vom Aussterben bedrohten Falters gelingen.
Das Vorkommen dieser Art ist ein Zeiger dafür, daß der Bangert in einem ökologisch gesunden Zustand ist. Dank der Arbeit der zuständigen Landwirte hat sich hier ein Gleichgewicht halten können, das an anderen Standorten durch Düngung und falsche Mahdzeiten schon lange verloren ging.

Hahnenfuß und breitblättriges Knabenkraut; Artenreichtum im Zeichen der Königsteiner Burg

Liste der gesehenen Arten

Stefan Nawrath schätzte die Anzahl der auf dem FFH-Gebiet des Bangert wachsenden Arten auf 300 bis 400.

Am Tag der Wanderung wurden ca. 50 Arten gesehen und bestimmt.

Scharfer Hahnenfuß
Buschwindröschen (Zeiger magerer Standorte - auch Wiesen!)
Kriechender Günsel
Schlangenknöterich
Spitzwegerich

Wiesenschaumkraut
Roter Wiesenknopf
Labkraut
Sauerampfer
Wiesenpippau

Ruchgras
Wiesenfuchsschwanz
Kammgras
Knäuelgras
Binsen

Baldrian
Flammender Hahnenfuß
Kriechender Hahnenfuß
Engelwurz
Gilbweiderich

Knolliger Hahnenfuß
Ehrenpreis
Herbstzeitlose
Frühlingsplatterbse

Herbstzeitlose - Fruchtstand

Wiesenklee
Kerbel (erfreulich selten, da Düngezeiger)
Knöllchensteinbrech (Magerzeiger)
Schlüsselblume
Gemeines Hornkraut

Frauenmantel
Wiesenschafgarbe
Sumpfkratzdistel
Hasenbrot (Feldhainsimse)
Geflecktes Johanniskraut

Breitblättriges Knabenkraut
Segge
Bleichsegge
Ackerschachtelhalm
Schafschwingel

Poa annua
Kleiner Wiesenknopf
Wiesenhafer (Helicotrichum pratense)
Breitwegerich ("Die Fußstapfen des weißen Mannes")
Einjähriges Rispengras

Heilziest
Brombeere
Maiglöckchen
Wiesenflockenblume

Die Wanderung endete mit einem atemberaubenden Blick auf Königstein, die Burg und die umgebende Natur.

 

Blick auf Königstein und Ende
Kröte und Maiglöckchen


BUND TV

Die Klimabotschafter: Hier geht es zu den witzigen, nachdenklichen oder schrillen Videoclips!

Umwelttermine im Rhein-Main-Gebiet

Link: Veranstaltungen zu Umweltthemen im Rhein-Main-Gebiet

 

Willkommen auf der neuen Webseite des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

 

Ortsverband Königstein-Glashütten

Auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Hinweise zu den Schwerpunkten unserer Arbeit in Königstein im Taunus und Glashütten im Taunus.

Alle Veranstaltungen sind für Interessenten offen. Auch bei der Kindergruppe können interessierte Kinder nach Voranmeldung mitmachen!

Kriechender Günsel und Hahnenfuß -

Wahlen in Hessen. Gehen Sie wählen, für den überfälligen Wechsel!

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BUND Hochtaunuskreis

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